Mittwoch, 18. August 2010

Deutsche zweifeln am Kapitalismus

Die Deutschen hinterfragen ihr Wirtschaftssystem. Das zeigt eine Studie, die Zeit-Online heute vorab veröffentlicht. Meinungsforscher von Emnid haben im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung die Menschen im Land zu den drei K befragt: Kapitalismus – Krise – Konjunktur.  Demnach hat die Wirtschaftskrise die Deutschen nachdenklicher und wachstumskritischer gemacht. Die Konjunktur mag wieder anziehen – aber nur ein Drittel der Bürger glaubt daran, dass das Wachstum automatisch auch ihre private Lebensqualität steigern wird. Während jüngst Kommentatoren über Exporterfolge jubeln und Politiker  das Ende der Krise und die Rückkehr zur Normalität verkünden, spricht der Gemütszustand der meisten Deutschen eine andere Sprache: Sie glauben kaum, dass jetzt alles einfach wieder gut wird. Im Gegenteil.  Welt.de legt nach: "Eine Mehrheit wünscht sich demnach gar eine neue Wirtschaftsordnung. Und die könnte sogar sozialistisch sein." – und beruft sich auf eine frühere Emnid-Umfrage, wonach 74 Prozent der Befragten sagten, sie würden einen Staat vorziehen, in dem für Arbeitsplätze, Solidarität und Sicherheit gesorgt wäre. Zeit.de: Wachstumsskeptisch Welt.de: Wachstumsdebatte unausweichlich

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