Dienstag, 19. Juli 2011

Hirschhorn: Straßenaktion informiert über die Operation Übernahme

„Zukunft und Perspektive für die Junge Generation“  - unter diesem Motto stand eine Straßenaktion in Hirschhorn, die gemeinsam von der der IG Metall-Jugend, der DGB-Jugend und dem DGB-Ortsverband Hirschhorn durchgeführt wurde. Die Botschaft war deutlich: „Operation Übernahme – Der Kapitalismus hat sich übernommen – Jetzt übernehmen wir!“. So zogen die jugendlichen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit selbstgemalten Plakaten über den Hirschhorner Flohmarkt, informierten über die Lebenssituation junger Menschen und verteilten Informationsmaterial mit ihren Forderungen: Grundrecht auf Ausbildung, Übernahme im erlernten Beruf, Gute Arbeit, Faire Löhne, Weg mit der Rente mit 67! Auf dem Flohmarkt und am Informationsstand vor dem Rathaus führten die Gewerkschafter/innen außerdem zahlreiche Gespräche. Auch Bürgermeister Rainer Sens und Mitglieder der SPD-Fraktion Hirschhorn informierten sich bei DGB und IG Metall über die aktuelle Entwickung auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt und die gewerkschaftlichen Forderungen. Die Arbeitgeber wälzen ihr unternehmerisches Risiko zunehmend auf die Beschäftigten ab: Ein sicherer Arbeitsplatz und ein gutes Einkommen werden für immer mehr Menschen zum Wunschtraum. Verlierer ist vor allem die junge Generation. Sie ist besonders von prekären Arbeitsverhältnissen, von Leiharbeit, befristeten Jobs und dem Missbrauch von Praktika betroffen. Viele Junge werden abgehängt und an den Rand gedrängt. 28 Prozent der Beschäftigten unter 35 kennen nichts anderes als befristet Jobs. „Der Aufschwung geht an der jungen Generation vorbei. Die jungen Menschen haben keine Lobby. Deshalb machen sich die Gewerkschaften stark für die junge Generation“, betont DGB-Regionssekretär Horst Raupp (Darmstadt), der die Aktion vor Ort unterstützte. „Junge Menschen haben ein Recht auf Zukunft und Perspektive, ein Recht auf Ausbildung, auf sichere Arbeit und ein selbstbestimmtes, materiell abgesichertes Leben. Dafür setzen sich die Gewerkschaften ein“.

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