Ingolstadt: (IG Metall)Jugend in Bewegung!
Anfang Juli machten sich rund 20 Mitglieder des Ingolstädter IG Metall Ortsjugendausschusses (OJA) auf den Weg. Ihr Ziel: Das Donauufer im Klenze-Park. Jeder trug einen etwa drei Meter großen Riesenbuchstaben. Bei Passanten und Spaziergänger erregten die jungen Gewerkschafter/-innen viel Aufmerksamkeit - sie waren neugierig, welche Wörter die insgesamt 16 Buchstaben ergeben würden. Schließlich fügten die OJA-Mitglieder die Wörter zusammen: JUGEND IN BEWEGUNG war in großen Lettern zu lesen.
Mit dieser unangekündigten Aktion verfolgte die IG Metall Jugend Ingolstadt gleich zwei Ziele. Zum einen wollten die Jung-Gewerkschafter/-innen auf den bevorstehenden 10. Juli 2010 hinweisen. An diesem Tag feierte die IG Metall Ingolstadt in der Fußgängerzone ihr 60-jähriges Jubiläum. Zahlreiche Stände gewerkschaftlich organisierter Betriebe sowie unterschiedliche Gruppen der IG Metall stellten an diesem Tag ihre Arbeit der vergangenen 60 Jahre dar.
Der andere Grund für die Jugendaktion: Die Auszubildenden und jungen Beschäftigten in den Betrieben motivieren, für ihre Zukunft selbst aktiv zu werden. Im letzten Tarifabschluss der bayerischen Metall- und Elektroindustrie konnte die Übernahme nach der Ausbildung für 12 Monate gesichert werden. Nun sollen betriebliche Verhandlungen folgen, um „Besservereinbarungen“ durchzusetzen – zusammen mit dem Betriebsrat - und für erfolgreiche Verhandlungen brauchen der BR, die JAV und die Ig Metall die Unterstützung der Belegschaften.
Adrian Dubno, zuständiger IG Metall-Sekretär: „In der Krise sind viele Auszubildende nach der tariflichen Übernahme nicht weiterbeschäftigt worden. Nun kommen die geburtenschwachen Jahrgänge. Es dürfte also auch im Interesse der Arbeitgeber liegen, den Nachwuchs im Betrieb zu halten.“
Karola Frank, Vorsitzende des Ortsjugendausschusses und Betriebsratsmitglied bei Audi: “Wir wollen alle Kräfte in den Betrieben mobilisieren. Wenn es uns nicht gelingt, die Übernahme zu verbessern, werden wir nicht nur Druck im Betrieb machen, sondern auch mit pfiffigen Aktionen für Aufmerksamkeit sorgen. Übernahme ist nicht nur für die Auszubildenden wichtig, sondern geht die ganze Belegschaft im Betrieb an.“




