Montag, 20. Dezember 2010

Regensburg: Aktion für die junge Generation

Eine vorweihnachtliche Überraschung besonderer Art gab es am Samstag vor Weihanchten in der Regensburger Innenstadt: Dort sorgten rund 15 Jugendliche der IG Metall Jugend Regensburg für Aufsehen, indem sie mit großen schwarz-gelben Weihnachtsgeschenken, gespickt mit Forderungen der jungen Generation an die Bundesregierung, zum Christkindlmarkt und letztendlich zum alten Rathaus wanderten.

Der stellvertretende Vorsitzende des Ortsjugendausschusses der IG Metall-Jugend, Rico Irmischer, sagte: "Traditionell gibt es in der Weihnachtszeit bundesweit Aktionen der örtlichen Jugendgremien der IG Metall, um im Geschenketrubel öffentlichkeitswirksam unsere Forderungen in die Gesellschaft zu tragen."

Mit ihrer Aktion wollten die Jugendlichen ihren Forderungen nach z.B. „gleicher Arbeit – gleiches Geld“ für Leiharbeitnehmer/-innen sowie auch die Übernahme nach der Ausbildung Nachdruck verleihen und die Menschen in der Regensburger Innenstadt informieren.

Florian Bauer, Fachsekretär bei der IG Metall in Regensburg, erklärte: " Unsere Forderungen beziehen sich ganz klar auf die immer weiter zunehmende prekäre Beschäftigung. Mittlerweile sind 54 % der Arbeitnehmer/-innen unter 25 Jahren prekär beschäftigt. Das heißt, sie stecken in Leiharbeit, Befristungen, Praktika oder Mini-Jobs. Ohne einen sicheren Arbeitsplatz hat die Jugend jedoch keine Perspektive, keine Sicherheit und man nimmt ihr damit auch alle Ambitionen auf eine Lebensplanung. Vom Fachkräftemangel ganz zu schweigen!"

Geendet hat die Jugendaktion dann am alten Rathaus, vor dem die Forderungspakete ein letztes Mal aufgestellt wurden. Dann zog die Gewerkschaftsjugend wieder ab, noch ein Mal quer durch die Innenstadt, wo sie wieder von vielen Menschen auf ihre "großen Weihnachtsgeschenke" angesprochen wurden.

"Abschließend können wir auf eine gelungene, öffentlichkeitswirksame Aktion zurückblicken. Wir haben mit vielen Menschen gesprochen und hauptsächlich positives Feedback bekommen. Wir stehen also nicht allein mit unseren Forderungen, das sollte die Bundesregierung langsam verstehen und umsetzen.“ schloss Rico Irmischer.

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