„Die Jugend braucht Sicherheit und Perspektiven“
IG Metall Jugend fordert von Schwarz-Gelb die Einhaltung von Wahlversprechen
Berlin, 14. Oktober 2009: Vor der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens versammelten sich während der großen Koalitionsrunde am Mittwoch in Berlin Gewerkschaftsjugendliche, um die Politik an ihre Wahlversprechen zu erinnern.
Mit gelben „Zukunftsschildern“, auf denen die Forderungen der Jugend zu lesen waren, protestierten die ganz in Schwarz gekleideten Jung-Metaller vor dem gläsernen Gebäude, in dem sich hinter verschlossenen Türen die Spitzenpolitiker von CDU/CSU und FDP zu Koalitionsgesprächen versammelt hatten. Einige der jungen IG Metaller waren mit einem ganz persönlichen Anliegen angereist: Die Auszubildenden aus dem Raum Ludwigshafen kämpfen aktuell um ihre Übernahme nach der Ausbildung.
Während Vertreter der Parteien vor der Presse Zwischenergebnisse der laufenden Verhandlungen präsentierten, nutzen die Gewerkschafter die Gelegenheit zum direkten Dialog. Eric Leiderer, Bundesjugendsekretär der IG Metall, überreichte Cornelia Pieper, stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, ein Thesenpapier der Metall-Jugend mit Forderungen an die Politik und verlangte von der künftigen Regierung, Verantwortung für die Zukunft der Jugend zu übernehmen. „Die junge Generation ist der wahre Verlierer dieser Krise“, so der Gewerkschafter, „aber sie hat diese Krise nicht verschuldet. Die Politik steht jetzt in der Pflicht, den Zugang zu Bildung und Ausbildung für alle zu ermöglichen“, so Leiderer weiter, „und sicherere Arbeitsplätze zu schaffen.“
Die Aktion war Teil der bundesweiten Jugendkampagne „Operation Übernahme“, mit der die IG Metall Jugend seit Anfang des Jahres von sich reden macht und zuletzt im September in Frankfurt zehntausend Teilnehmer zu einer zentralen Kundgebung versammelt hatte.
„Wir sind heute hier, um die Politiker direkt zu fragen, was sie in den kommenden vier Jahren für die Zukunft der Jugend tun werden“, erklärte Leiderer, „momentan müssen wir befürchten, dass von den Wahlversprechen nicht viel übrig bleiben wird. Aber die Jugend braucht Sicherheit und Perspektiven“, so der engagierte Gewerkschafter weiter, „gerade jetzt in der Krise. Und dafür braucht es nun mal eine gute Ausbildung und die unbefristete Übernahme in einen sicheren Arbeitsplatz mit fairer Bezahlung. Es kann nicht sein, dass eine ganze Generation um ihre Zukunft betrogen wird.“
Leiderer erinnerte außerdem daran, dass, bedingt durch die demographische Entwicklung, in vielen Branchen in naher Zukunft Facharbeitskräfte fehlen würden und Politik und Wirtschaft jetzt gemeinsam Vorsorge treffen müssten.
Spontan zogen die Gewerkschafter im Anschluss an die Aktion weiter zum Konrad-Adenauer-Haus und übergaben dort ihr Thesenpapier an Frank Niebuhr von der CDU.
Weitere Informationen zu „Operation Übernahme“ erhalten Sie bei:
Eric Leiderer
Bundesjugendsekretär beim Vorstand der IG Metall
0170 – 33 33 865
Die Pressemitteilung als PDF


