Pressemitteilung
25.04.09 Pressemitteilung
Protestaktion am Finanzministerium:
"Die Krise gehört euch" - IG Metall Jugend fordert andere Gesellschaft
Berlin, 25. April 2009: „Die Krise gehört euch“, „Die Zukunft gehört uns“ und „Dieser Kapitalismus gehört weg“: So lauteten die provokanten Botschaften auf einem Riesenbanner, das die Jung-Metaller am heutigen Samstag zunächst auf dem Hof des Berliner E-Werkes an der Wilhelmstraße und anschließend vor dem Zaun des gegenüberliegenden Finanzministeriums entrollten.
In einem Regen aus schwarzen und gelben Streuzetteln, die ebenfalls die Botschaften verkündeten, plakatierten sie danach den Zaun des Ministeriums mit ihren Forderungen an die Politik. „Ich brauche sichere Perspektiven! Außerdem Geld für ...“ stand auf den Vordrucken. Die Antworten reichten von „Geld für ein neues Auto“ über „Geld für eine eigene Wohnung“ bis zu „Geld, um meine Schulden zu bezahlen“.
Mit dieser bildgewaltigen Aktion bezog die IG Metall Jugend am Rande des Kongresses „Junge Generation“ der IG Metall öffentlichkeitswirksam Position zum Thema Krise und Zukunftsperspektiven für die junge Generation. Die Aktion fand statt im Rahmen der aktuell laufenden Kampagne „Operation Übernahme“, die im Januar dieses Jahres in Erfurt startete. Die Kampagne „Operation Übernahme“ ist die öffentliche Forderung der Gewerkschafts-jugend nach Sicherheit und Perspektiven für die junge Generation.
Die gegenwärtige Krise ist nicht bloß eine Wirtschaftskrise“ sagte Bundesjugendsekretär Eric Leiderer in seiner Rede zum Auftakt der Aktion, „sondern eine Krise des gesamten Systems.“ „Die junge Generation hat diese Krise nicht verschuldet“, so Leiderer weiter, „aber sie ist diejenige, die jetzt dafür bezahlen soll.“ Die Situation der Jungen sei auch schon vor der Krise immer prekär gewesen, erklärte der Bundesjugendsekretär, „aber jetzt sind sie zu den ganz großen Verlierern geworden.“
Die IG Metall Jugend fordert deshalb jetzt zum Umdenken auf. Mit der Kampagne „Operation Übernahme“ macht sie mobil für die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden und fordert einen Richtungswechsel von Politik und Wirtschaft. „Was wir jetzt brauchen, ist ein gesamtgesellschaftlicher Diskurs über die Zukunft der jungen Generation und die nachhaltige Entwicklung des gesamten Systems“ bekräftigt Eric Leiderer die Position der Metall-Jugend.
Die Diskussion um die Zukunft der Gesellschaft und die Perspektiven der jungen Generation seien längst in Gang gekommen und nicht mehr aufzuhalten, weiß Leiderer, und kündigte weitere Aktionen an, um die Entwicklung voran zu treiben.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Eric Leiderer
IG Metall Vorstand
Ressort Jugendarbeit- und politik
Tel: 069 – 66 93 22 60
Mail: eric.leiderer@igmetall.de
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Berliner Ansage: Die Rede von Eric Leiderer als PDF
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