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03.05.10 Pressemitteilung Unsere Strategie ging auf – Jugendorganisationen der beiden größten Gewerkschaften zeigen sich zufrieden mit Blockaden

Berlin/Solingen, 1. Mai 2010: Mit friedlichen Blockaden verhinderten am 1. Mai mehrere 10.000 Menschen Aufmärsche von Neonazis.
Die Gewerkschaftsjugend der IG Metall und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte bundesweit zu den jeweiligen Blockadeaktionen aufgerufen. Die rechten Aufmärsche wurden aufgrund der Überzahl an Gegendemonstranten in vielen Städten abgebrochen.


"Unsere Strategie ging auf: Mit friedlichen Mitteln konnten wir trotz des teilweise sehr massiven Polizeieinsatzes gegen die Blockaden den Aufmarsch in Berlin stoppen", kommentierte Ringo Bischoff, ver.di-Bundesjugendsekretär, den 1. Mai in Berlin. Neben der Hauptstadt hatten Rechtsradikale Gruppen und die NPD auch in Solingen, Pirmasens, Erfurt, Rostock, Würzburg, Schweinfurt und Zwickau Demonstrationen angemeldet. "Wir haben heute gezeigt, was wir gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Kräften zustande bringen können. Als Gewerkschaftsjugend stehen wir entschlossen gegen braune Dummköpfe, nicht nur am 1. Mai", so Eric Leiderer, Bundesjugendsekretär der IG Metall nach Abschluss der Blockaden in Solingen.

Obwohl im Vorfeld vielerorts vor gewaltbereiten "linken Chaoten" gewarnt worden war, ließen sich die Protestierer gegen die Nazidemonstrationen nicht spalten. Gerade die Breite der Bündnisse aus unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Gruppen und der friedliche Aktionskonsens trugen nach Ansicht der beiden Gewerkschafter zum Erfolg der Antinaziproteste bei. "Am 1. Mai wollen wir zeigen, dass unsichere Arbeits- und Lebensverhältnisse junge Menschen weltweit betreffen", so Leiderer. Auch Bischoff von der ver.di Jugend bewertet den traditionellen Feiertag der Gewerkschaften als "einen Tag gegen Nationalismus und Antisemitismus, an dem wir auf die Gemeinsamkeiten der abhängig Beschäftigten hinweisen wollen. Gerade in Krisenzeiten."

In Zwickau wurden Gewerkschaftsmitglieder von Anhängern der NPD im Anschluss an deren Aufmarsch mit Steinen angegriffen. Auf einschlägigen Internetseiten bewerteten rechte Gruppen den 1. Mai jedoch überwiegend selbst als Niederlage. Mussten sie in der Mehrzahl ihre angemeldeten Demonstrationen doch frühzeitig abbrechen oder konnten nur auf Alternativstrecken marschieren. Weitere Informationen bei:

Eric Leiderer, Bundesjugendsekretär IG Metall
eric.leiderer@igmetall.de
0170 3333 865

Ringo Bischoff, ver.di Bundesjugendsekretär
ringo.bischoff@verdi.de
0171-204 0171

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